Mind’s Eye beim Solomon R. Guggenheim Museum

Seit 2009 hat Ornellaia alle Erlöse aus seinen Vendemmia d’Artista Wohltätigkeitsauktionen, die großzügigerweise von Sotheby‘s betreut werden, an Kunststiftungen in aller Welt gespendet. Ab 2019 werden mit dem Ornellaia Vendemmia d’Artista Projekt künftig Mittel zur Unterstützung eines innovativen, von der Solomon R. Guggenheim Foundation initiierten Projekts namens „Mind’s Eye“ gesammelt. Dieses von der Sonderpädagogischen Abteilung der Guggenheim Foundation ins Leben gerufene Programm hilft blinden und sehbehinderten Menschen dabei, Kunstausstellungen mit ihren anderen Sinnen zu erleben. Durch das fehlende Sehvermögen werden alle anderen Sinne um ein Vielfaches verstärkt und geben der Vorstellungskraft freie Bahn, um Emotionen und bleibende Erinnerungen zu schaffen. Die Wahrnehmung und Entdeckung der Kunst und auch von großen Weinen bezieht alle Sinne mit ein, und genau diese Verbindung hat Ornellaia dazu inspiriert, die Weiterentwicklung dieses ganz besonderen Programms zu unterstützen. Dank der durch das Ornellaia Vendemmia d‘Artista Projekt gesammelten Mittel erhält das Guggenheim Museum die Möglichkeit, das Programm weiter auszubauen und schließlich über die eigenen Mauern hinweg mit anderen Museen zu teilen, um sehbehinderten Menschen auf der ganzen Welt einen besseren Zugang zur bildenden Kunst zu ermöglichen.

Mind’s Eye wurde im Guggenheim als lokales Programm gestartet, mit dem Ziel, im Museum künftig auch blinde oder sehbehinderte Besucher willkommen zu heißen. In seinen Anfängen bestand das Programm aus einer Reihe von Stationen vor verschiedenen Kunstwerken, die alle einem ähnlichen Muster folgten: eine verbale Beschreibung des Kunstwerks durch den Museumspädagogen, gefolgt von einer Gruppendiskussion über die Themen und Kontexte rund um das jeweilige Kunstwerk.

Die verbale Beschreibung und das darauf folgende Gespräch sind auch heute noch das Herzstück des Programms und sorgen dafür, dass alle Teilnehmer die Möglichkeit haben, ein geistiges Abbild des Kunstwerks anzufertigen und ihre eigenen Gedanken und Meinungen dazu auszutauschen. Das Programm selbst ist im Laufe der Zeit jedoch weiter gereift, es wurde in vielerlei Hinsicht experimentiert und ausprobiert. Programmteilnehmer haben Kunstworkshops gehalten, eine breite Palette an sensorischen Lernhilfen wurde entwickelt und alle an der Leitung des Programms beteiligten Pädagogen wurden fortlaufend von Experten auf diesem Gebiet geschult.

Darüber hinaus führten die Erkenntnisse aus dem Mind’s Eye Programm zu einer verstärkten Sensibilisierung der Museumsmitarbeiter und auch der Besucher in Hinblick auf die Zugänglichkeit. Teilnehmer des Mind’s Eye Programms wurden engagiert, um die Mitarbeiter des Guggenheim Museums darin zu schulen, wie man Kunstwerke für Besucher anschaulich und lebendig beschreiben kann. Spezielle Audioguide-Tracks mit verbalen Beschreibungen begleiten nun regelmäßig den allgemeinen, für alle Museumsbesucher verfügbaren Audioguide. Weitere Museumsabteilungen, darunter Besuchererlebnis, Sicherheit, Kuratorium, Interaktives Museum und viele andere Abteilungen haben in zunehmendem Maße geplant und sich weitergebildet, um die Angebote des Museums für blinde oder sehbehinderte Menschen zugänglich zu machen.

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